Tandem2 - Bildungsförderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Fortbildung III

Zur bereits dritten Fortbildung im Rahmen des Projekts „TANDEM-Vielfalt gestalten! Evangelische Jugend in Kooperation mit Migrantenorganisationen“ trafen sich 14 Projektmitarbeitende am 7. und 8. März in Frankfurt am Main. Im Mittelpunkt der Mitarbeiterfortbildung standen die Themen „Interreligiöser Dialog“ und die Fortsetzung des Austauschs über die „Kooperationen mit Migrantenorganisationen“.

Ilona Klemens, Pfarrerin für Interreligiösen Dialog der evangelischen Kirche in Frankfurt am Main und Geschäftsführerin des Rats der Religionen, führte die Teilnehmenden in das Thema des „Interreligiösen Dialogs“ ein und berichtete über ihre langjährige Erfahrung in diesem Bereich. Dem Rat der Religionen gehören 23 Mitglieder aus neun Religionsgemeinschaften an. Er fördert den Kontakt, die Vernetzung und das gegenseitige Verständnis unter den in Frankfurt vertretenden Religionen. Unter anderem entwickelte der Rat der Religionen Leitlinien für den interreligiösen Dialog (siehe Bild). Diese Regeln des Miteinanders sollen dabei helfen, im Dialog eine respektvolle und offene Haltung zu entwickeln und dadurch eine konstruktive Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Dazu gehört zum Beispiel, dass man versucht, den anderen so zu verstehen, wie er oder sie sich selbst versteht oder dass man Verallgemeinerungen vermeidet.




Nach dem Input von Frau Ilona Klemens bestand für die Teilnehmenden die Möglichkeit zum Austausch über ihre Erfahrungen in interreligiösen Dialogen sowie über die Frage, welche religiösen Themen Kinder- und Jugendgruppen unterschiedlichen Glaubens vermittelt werden können. Vorschläge, Aktivitäten und Materialien dazu bietet die Arbeitshilfe „Auf dem Weg zum Dialog“ der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland. Zum Abschluss des Tages hatten die Teilnehmenden der Fortbildung selbst Gelegenheit eine der in der Arbeitshilfe vorgestellten Aktivitäten zu testen.

Im zweiten Fortbildungsabschnitt knüpfte Stefan Metzger, Promotionsstudent an der Universität Münster, an die vorangegangene Fortbildung im September 2012 zum Thema „Kooperationen mit Migrantenorganisationen“ an. In einem Recap wurden die bereits im Rahmen der vorherigen Fortbildung erarbeiteten Erfolgs-und Misserfolgsfaktoren für Kooperationen mit Migrantenorganisationen zusammengetragen und anschließend mit neuen Erfahrungen aus der praktischen Arbeit der lokalen Standorte ergänzt. Die Beispiele der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Borbeck-Vogelheim, des CVJM Nürnberg e.V. und der Evangelischen Jugend Stuttgart erfreuten sich großer Aufmerksamkeit. Sie wurden unter den Fragestellungen, inwiefern die Standorte auf ähnliche Herausforderungen oder Probleme treffen und welche Best-Practice Modelle weitergeben werden können, diskutiert. Die Ergebnisse wurden in einem Schaubild festgehalten (siehe Bild). Die Präsentationen der Erfahrungen aus der Praxis der evangelischen Jugendarbeit an den bundesweit zehn Standorten soll auch auf der nächsten Fortbildung fortgeführt werden, da sie den Austausch fördern.

Ferner vereinbarten die Fortbildungsteilnehmenden sich im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 zu engagieren. Die Woche findet vom 22. September bis zum 28. September 2013 unter dem Motto: „Wer offen ist, kann mehr erleben“ statt. Die nächste TANDEM-Mitarbeiterfortbildung ist für September 2013 vorgesehen.